160204_SMARTFACTS_onlinebanking

 

Es ist ja schon praktisch. Man sitzt gemütlich mit seinem Latte im Café und erledigt entspannt seine Bankgeschäfte auf dem Smartphone. Endlich hat man mal Zeit, sich um unerledigte Überweisungen und den längst fälligen Dauerauftrag zu kümmern.
Als ich letzthin mit Timm unterwegs war und genau das gemacht habe, hat er mich ganz entgeistert angeschaut. “Du machst das jetzt aber nicht über das WLAN hier, oder?”, hat er mich mit strenger Miene gefragt. Meine Rückfrage: “Wieso denn nicht?”

 

 

Beim Mobilen Online-Banking gut aufpassen

 

Also Timm verzichtet ja völlig darauf, sein Smartphone für sein Online-Banking zu benutzen. Ihm ist das einfach zu unsicher. “Aber wenn schon,” hat er zu mir gesagt, “dann doch bitte nicht über unverschlüsselte WLAN Hotspots. Da kannst du deine Bankdaten ja gleich an die Pinnwand dort drüben hängen. Mach das lieber über dein Mobilfunknetz. Und welches TAN Verfahren nutzt du eigentlich?”

TANs sind ja diese Zahlencodes, die man für Bankgeschäfte im Internet braucht. Am einfachsten klappt das mit dem mTAN Verfahren, bei dem man für jede Überweisung eine eigene TAN per SMS von seiner Bank erhält. Das Problem: Die TAN und die Zugangsdaten für das Online Banking liegen alle auf einem Gerät – dem Handy. Das ist unsicher. Alle anderen Verfahren sind aber ziemlich kompliziert – meistens braucht man dafür ein zusätzliches Gerät. Eine Ausnahme ist das Scannen des Fingerabdrucks mit dem Smartphone. Das bieten mittlerweile einige Banken an. Ich muss mich da mal schlau machen, welche Möglichkeiten ich dafür bei meiner Bank habe.

Übrigens: die Banken fordern pro Vorgang immer nur eine TAN an. Wenn man mehrere Aufforderungen zur TAN-Eingabe für eine Überweisung erhält, stimmt definitiv etwas nicht und man sollte mit seinem Bankberater sprechen.
Besonders ratsam ist es, nur die entsprechende App seiner Bank zu nutzen. Also nicht über den Internetbrowser einloggen! Und auf keinen Fall Zugangsdaten auf dem Smartphone speichern oder automatische Log-Ins verwenden. Wird das Handy mal gestohlen, hat man sonst ein Problem.  

Klingt alles ziemlich kompliziert und unsicher, oder? Ich habe mich deswegen jetzt entschieden, meine Bankgeschäfte doch lieber häufiger von zu Hause aus zu erledigen. Und wenn es doch einmal nicht anders geht, werde ich auf Timm hören und einfach besser aufpassen.

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