Handys für Kinder: Ab wann? Was gilt es zu beachten?

662.860 Schüler besuchten im Schuljahr 2010/2011 in Nordrhein-Westfalen die Grundschule. Bald startet das nächste Schuljahr und viele Eltern stellen sich die Frage: In welchem Alter sollte ein Kind das erste Handy bekommen? Ist das Handy vielleicht das richtige Geschenk für die Schultüte? Wir haben uns den aktuellen Stand in Deutschland, wichtige Tipps sowie zu beachtende Fragen für den ersten Handykauf für ein Kind angesehen.

Das richtige Alter
Laut einer Studie aus dem Jahr 2010 besitzen bereits 14 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen und ganze 90 Prozent der Zwölf- bis Dreizehnjährigen ein Handy. Viele Kinder sind also bereits in jungen Jahren Handy-Besitzer. Bei der Beantwortung der Frage „Bekomme ich ein Handy?“, empfiehlt die Initiative SCHAU HIN! des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verschiedene Faktoren abzuwiegen. Prinzipiell rät die „Organisation für Kinder und Medien” nicht zu einem Handy-Kauf vor dem neunten Geburtstag. Hat euer Kind aber etwa einen langen Schulweg, ist ein „Notfalltelefon“ bereits vorher sinnvoll.

Handy-Hardware für Kinder
Ist der Handy-Kauf für euren Schützling beschlossene Sache, gilt es noch ein passendes Modell auszuwählen. SCHAU HIN! rät vor allem bei jungen Kindern auf zu viele Handy-Funktionen zu verzichten, indem ein für Kinder zugeschnittenes Gerät gekauft oder diese Funktionen deaktiviert werden. Das soll zum einen dem Schutz der Kinder dienen, zum anderen werden viele Funktionen gar nicht gebraucht: So gaben beispielsweise 64 Prozent der Kinder und Jugendlichen in einer Studie 2010 an, selten oder niemals Fotos und Videos mit dem Handy zu schießen. Umfassende Tipps, wie ihr das Mobiltelefon für Kinder sicherer machen könnt, findet ihr auf der Seite des bereits genannten Bundesministeriums sowie beim Handy-Kinder-Kodex, ein von den meisten europäischen Mobilfunkanbietern unterzeichnetes Abkommen für den Schutz junger Handynutzer. Möglichkeiten das Mobiltelefon an die Bedürfnisse eurer Schützlinge anzupassen sind etwa das Einrichten von Nummernsperren, Schnellwahltasten oder das Sperren der Bluetooth-Funktion.

Verantwortungsvoller Umgang
Neben der passenden Hardware, ist es ebenfalls wichtig jungen Handy-Besitzern einen bewussten Umgang mit dem Gerät zu vermitteln. Experten raten Verhaltensregeln mit eurem Kind festzulegen, um etwa die Frage nach dem Handy in der Schule, der Weitergabe von persönlichen Daten bzw. der Telefonnummer und den richtigen Umgang mit nichtjugendfreien Inhalten in Fotos, Videos und dem mobilen Internet zu klären. Ebenfalls wichtig ist ein Überblick über das Thema Telefonkosten und Abo-Dienste.

Was haltet ihr von Handys für Kinder? Wann sollte ein Kind eurer Meinung nach das erste Handy bekommen? Hat euer Kind bereits ein Handy?

Bildquelle: Initiative SCHAU HIN!


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Die Geschichte des Telefons- Teil 1

Aus der heutigen Gesellschaft sind Handys kaum mehr wegzudenken: Laut einer Studie des deutschen Branchenverbands BITKOM besitzen 83 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren ein Handy. Zählt man Zweitgeräte dazu, gibt es in Deutschland sogar mehr Handys als Einwohner. Doch bis zu den heutigen Wunderwerken der Technik war es ein weiter Weg, den wir euch in unserer Blog-Reihe „Die Geschichte der Telefons“ näher bringen wollen. Im ersten Teil behandeln wir den Beginn der Telekommunikation bis zur Etablierung von ISDN.

Das erste Telefon
Schon lange vor der Telekommunikation, wie man sie heute versteht, verständigten sich Menschen über weite Strecken. Etwa per Rauchzeichen oder optischer Telegrafie, bei der zum Beispiel Lichtzeichen oder auf Hausdächern montierten Flaggen zum Einsatz kamen. Bereits 1753 wurde die elektrische Telegrafie das erste Mal nachweislich erwähnt, bevor der Engländer Francis Ronalds 1816 den technischen Durchbruch schafft und eine codierte Textnachricht über acht Meilen versendet. 1861 stellt der deutsche Lehrer Philipp Reis schließlich seinen Apparat namens Telephon vor, der einem heutigen Telefon ähnlich ist und erstmals Sprachübertragung ermöglicht. Der Schotte Alexander Graham Bell entwickelt den Fernsprechapparat zur Marktreife. 1876 meldet er Patent für das Gerät an, kann die Erfindung erstmals kommerziell nutzen und wird deshalb heute häufig als Erfinder des Telefons bezeichnet.

Die Telefon-Revolution
Im Jahr 1908 wird in Hildesheim das erste öffentliche Telefonamt eröffnet und nur 15 Jahre später der erste Selbstwählferndienst eingeführt, der ohne ein „Fräulein vom Amt“ auskommt, das bis dahin manuell Gesprächspartner verbunden hat. Mit der Ablöse von Telefonisten entwickeln sich auch die Fernsprechgeräte weiter, die bisher lediglich die örtliche Telefonzentrale erreichen konnten. Noch im gleichen Jahr reicht Siemens & Halske beispielsweise das Patent für den Nummernschalter, bei dem mithilfe der markanten Wählscheibe Nummern an die Vermittlungsstelle übertragen werden. Durch diese Weiterentwicklung werden Telefone handlicher und um Funktionen erweitert, wie Wähltasten, Nummernspeicher oder der Freisprechmöglichkeit.

Das digitale Zeitalter
Im Jahr 1980 wird der vormals offizielle Ausdruck „Fernsprecher“ von der heutigen Bezeichnung „Telefon“ abgelöst und auch das Telefonnetz macht einen technologischen Sprung: Im Jahr 1987 beginnen beispielsweise erste Tests des Integrated Services Digital Network (ISDN), die das Zeitalter der digitalen Telekommunikation einläuten und viele Vorteile wie Rufnummernanzeige und Konferenzschaltungen mit sich bringen. Zudem ist es durch ISDN erstmals möglich, über eine Leitung zeitgleich ins Internet zu kommen und zu telefonieren.

An welche Anekdoten aus der Zeit von analogen Wählscheibentelefonen und dem ersten ISDN-Telefon erinnert ihr euch denn noch?

Bildquellenangabe: Sommaruga Fabio  / pixelio.de
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E-Book-Apps: Bücher auf dem Smartphone lesen

Als Smartphone-Besitzer tragt ihr stets eine praktische Alternative zu sperrigen E-Book-Readern bei euch. Denn um in den Lesegenuss digitaler Büchern zu kommen, reicht es aus, eine der folgenden Smartphone-Apps zu installieren. Der Trend zu digitalen Büchern steigt übrigens, das zeigt auch eine aktuelle Studie, nach der 2015 bereits 6,3 Prozent des deutschen Belletristik-Umsatzes digital erwirtschaftet werden sollen.

Dein Smartphone: ein E-Book-Reader
Zu den erfolgreichsten E-Book-Readern zählt Amazons Kindle. Den Software-Teil gibt es auch als App für Android-Geräte und iPhone – und zwar kostenlos. Über die dort integrierte Kindle-Online-Bibliothek habt ihr schließlich Zugriff auf 750.000 kostenpflichtige Bücher, darunter 36.000 deutsche Ausgaben und viele kostenlose Werke. Vorteile gegenüber herkömmlichen Büchern sind die veränderbare Schriftgröße und Farbe, die Möglichkeit Notizen zu machen, Definitionen nachzuschlagen sowie Lesezeichen zu setzten. Alternativ könnt ihr auch mit den E-Book-Apps Aldiko Book Reader (Android) und Textunes eBooks (Android/iPhone) in einem umfassenden Online-Angebot deutscher und englischer Büchern schmökern. Besitzer eines iPhone können auch Apples hauseigene E-Book-App iBook installieren – und direkt aus der App Bücher kaufen und lesen.
E-Hörbücher
Wenn ihr Bücher lieber anhört, beispielsweise auf Auto- oder Bahnfahrten, könnt ihr die kostenlose App von Audible.de ausprobieren (Android/iPhone). In der Online-Bibliothek des Dienstes, der 2009 von Amazon übernommen wurde erwarten euch über 40.000 Hörbücher, davon rund 10.000 deutschsprachige. Zu den weiteren Funktionen zählen beispielsweise Lesezeichen, ein praktischer Einschlafmodus und die Möglichkeit, Freunde via Facebook, Email oder Twitter über das aktuelle Hörbuch zu informieren. Als Besitzer eines Android-Smartphones könnt ihr euch auch die kostenlose Alternative Mortplayer Audio Book mit ähnlichen Funkionen ansehen. Die App verzichtet auf einen Online-Store, spielt allerdings eine Vielzahl von bereits gekauften Hörbuch-Dateiformaten ab.

Comics auf dem Smartphone
Auch für Comic-Fans gibt es einige Apps, mit denen ihr bei euren Lieblingsserien auch mobil auf dem Laufenden bleiben könnt. Die Apps der Comic-Verlage DC Comics (Android/iPhone) und Marvel Comics (iPhone) bieten eine umfassende Auswahl an englischsprachigen Ausgaben, von denen ihr viele auch kostenlos herunterladen könnt. Der kostenlose Droid Comic Reader (Android) und der PDF/Comic Reader Bookman Lite (iPhone) lassen euch darüber hinaus auch bereits gekaufte, digitale Comics anschauen.

Soviel zu unseren Lesespaß-Apps. Lest oder hört ihr auch E-Books mit eurem Smartphone? Habt wir vielleicht noch weitere App-Empfehlungen oder Erfahrungen damit gemacht?


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Studenten-Apps: Hilfreiche Apps für das Studium

Zurzeit schreiben sich die Studenten Deutschlands für das bevorstehende Wintersemester ein. Im vergangenen Jahr waren das deutschlandweit immerhin 2.214.112 Studenten. Und weil man im Studium in der Regel mit Zeit und Geld haushalten muss, haben wir für euch ein paar Apps ausfindig gemacht, die auf keinem Studenten-Smartphone fehlen sollten.

Zeitmanagement für Studenten
Damit ihr keine Vorlesung verpasst, solltet ihr Zeitmanagement-Apps wie Stundenplan Deluxe (Android, kostenlos) oder Stundenplan (1,59 Euro für iPhone) ausprobieren. Wollt ihr euch in den Vorlesungen voll und ganz auf den Vortrag konzertieren und nicht mit Mitschreiben beschäftigt sein, bietet das Smartphone einige Hilfestellungen. Mit kostenlosen Diktiergerät-Apps wie Tape a Talk Voice Recorder (Android) und QuickVoice Recorder (iPhone) könnt ihr beispielsweise ganze Vorträge aufzeichnen. Auch Power-Point-Folien und Flip-Chart-Notizen lassen sich durch Smartphone-Kamera-Apps schnell und praktisch sichern. Wollt ihr hingegen Mitschriften von Kommilitonen sichern, helfen euch Apps wie CamScanner (Android, kostenlos) oder JoNot Scanner (iPhone, €0,79), die euer Smartphone zum mobilen Scanner machen, Dokumente zurechtschneiden, als PDF speichern und versenden können.

Auch bekannte Büro-Apps wie Google Texte und Tabellen können euch helfen, Texte mobil zu bearbeiten. Wenn ihr nach einer Lösung sucht, um beispielsweise Daten für Projektarbeiten anderen Studenten zugänglich zu machen, könnt Ihr die Dropbox-App benutzen, um Daten online abzulegen und zu teilen.

Beim Lernen des festgehaltenen Stoffs können euch die kostenlosen Apps Thinkin Space (Android) und SimpleMind+ (iPhone) helfen, mit denen sich einfach und schnell Mind Maps erstellen lassen. Smartphone-Besitzer, die selbst eine Präsentation halten, können sich ihren Text zudem vom kostenlosen Android Prompter oder i-Prompt anzeigen lassen. Davon unabhängig gibt es natürlich viele sehr fachspezifische Apps, zum Beispiel einen wissenschaftlichen Taschenrechner (Android/iPhone) oder diverse kostenlose Wörterbücher wie Leo (Android/iPhone).

Freizeit-Apps
Auch abseits der Uni oder Fachhochschule sind Smartphones mit den richtigen Apps hilfreich: Die kostenlose App My Student Budget Planner (Android/iPhone) schlüsselt beispielsweise das wöchentliche und noch zur Verfügung stehende Budget auf und hilft dabei, den Überblick über die Finanzen zu behalten. Solltet Ihr in der vorlesungsfreien Zeit längere Stecken überwinden müssen, findet Ihr beispielsweise über Mitfahrgelegenheit.de (Android/iPhone) Fahrer und Mitfahrer, um gemeinsam die Spritkosten einer Fahrt senken. Auch bei den ersten Schritten in der Geschäftswelt kann ein Smartphone helfen, denn die Leseprobe des Business Knigge gibt es gratis.

Wenn euch weitere Studenten-Apps in den Sinn kommen, hinterlasst doch einen kleinen Hinweis dazu in den Kommentaren.


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Wenn das BASE Blog-Team auf Reisen geht – Tallin, die Perle im Baltikum

Um das gleich einmal vorweg zu nehmen: Ja, ich bin diesem Land verfallen. Nicht nur diesem, aber diesem und der irren Stadt Tallin auf ganz spezielle Art und Weise.

Normaalne!
Normaalne heißt übersetzt etwa so viel wie cool. Das ist das, was Esten sagen, wenn sie besonders viel Glück haben und ich liebe diesen Ausdruck. Er ist zurückhaltend und zugleich Ausdruck voller ehrlicher Emotionen, welche man ihnen ansieht und spürt – Während meiner ersten Reise nach Tallin im Jahre 2009 lernte ich diese estnische Art zu schätzen. “Dem Himmel sei Dank für diesen wunderbaren Zufall, der uns so unerwartet zusammenbrachte.” Und das ist genau das, was Esten denken, wenn man ihnen die Hand schüttelt. Ein schönes Gefühl.

Moderne Mittelalterliche Metropole im Nordosten Europas
Die estnische Hauptstadt Tallin gilt als das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des nördlichsten Staates im Baltikum. Für 2011 wurde sie gar zur Europäischen Kulturhauptstadt 2011 ernannt – zurecht!

Die mehr als 400.000 Einwohnern verleihen der direkt am Finnischen Meerbusen gelegenen Stadt durchaus den Charakter einer Metropole. Zahlreiche mittelalterliche Bauwerke, Museen und anderen eindrucksvolle Sehnswürdigkeiten manifestieren den Status einer traditionsbewussten und zugleich gereiften europäischen Hauptstadt. Aufgrund der hohen Internationalität ist Tallin nicht weniger als Estlands Tor zu Welt – und was für eins. Hier werden Schnittstellen zwischen estnischer Vergangenheit und Zukunft auf engstem Raum sichtbar, denn Aufbruch und Moderne können dem Charme der im 10. Jahrhundert gegründeten Stadt nichts anhaben. Zum Glück:
Die Infrastruktur verkörpert mit Nachdruck den fortschrittlichen Zeitgeist dieser faszinierenden Stadt. Das Telekommunikationsnetz ist hochmodern, die estnische Regierung ist komplett digital. E-Government, nennt man das und bedeutet z.B., dass das gesamte Kabinett vernetzt wurde und alle Kabinettsmitglieder mit Smart Cards ausgestattet wurden – mit dem Resultat, dass sich der bürokratische Aufwand sowie der Papierverbrauch deutlich verringerte. Irre, nicht wahr? Und es wird für uns Digital Natives noch besser:

Immer und überall WLAN!
Offenbar liegt das Schamanentum im Blut der Esten. So macht es ihnen kein Problem, über große Distanzen zu kommunizieren, ohne ihren Mund zu öffnen. Selbst wenn ein riesiger Urwald oder ein estnischer Kalkstein Felsen zwischen den betroffenen Personen liegt. Ich rede hier nicht über Buschtrommeln, sondern über WLAN.

Vielleicht habt Ihr schon Gerüchte über ein kleines Land gehört, in dem man die Wikipedia in der Wildnis verwendet, um Pflanzen zu bestimmen? Diese Gerüchte sind wahr. Glaubt mir. Nahezu das ganze Land hat drahtlosen Internet-Zugang, meist kostenlos. Esten sind als Workaholics bekannt – und gerade deswegen bezeichnet man sie manchmal als „die Japaner Europas“ (Ich kann das im Übrigen bestätigen – Die Bekannten, denen ich 2007 einen Besuch abstattete, klebten praktisch unerlässlich an Ihren mobilen Rechnern)

Ohnehin ist WiFi eine tolle Sache, um das Arbeiten einfacher zu gestalten – Im Sommer kann es ein gutes Gefühl sein, das Büro für eine Weile zu verlassen, um zum nächstgelegenen Park zu schlendern und Ideen zu produzieren, die so hinter verschlossenen Türen nicht entstanden wären. Im Winter hingegen besucht man das nächste Kaffeehaus, trinkt einen Espresso und dann sendet man eine läppische Mail an den Chef: „Heute komme ich nicht zurück ins Büro. Ich bin dann mal auf einer Rund-um die-Welt-Reise!“ Mit WiFi kann man überall in Estland arbeiten. Selbst dann, wenn man am Montagmorgen an einer Kalkstein-Küste aufwachen oder einen Braunbären in seiner Höhle umarmen sollte.

Und sollte widererwarten der mobile Datenempfang über WiFi einmal nicht möglich sein, bleibt das Surfen mit unserem Reisevorteil Plus von BASE auch in Estland bezahlbar.

Traditionell und naturnah
Den Mittsommer lieben die Esten so, wie sie ihr Land lieben. Besonders im Sommer, eine Saison, die in einem Land mit kälterem Klima sehnsüchtig erwartet wird. Die hellen Nächte im Sommer sind die schönste Zeit des Jahres. Die Sommersonnenwende – auch als Mittsommer oder Johannistag bekannt. Dieser Tag wird immer wieder auf spektakuläre Weise gefeiert und gilt als eines der wichtigsten Ereignisse des Jahres. Traditionell gibt es ein riesiges Lagerfeuer am Abend, es wird selbstgebrautes Bier getrunken und üblicherweise springen die Menschen über das Feuer – Was ich bis heute nicht ganz verstanden habe.

Die Tatsache, dass Esten mit ihrer Umwelt in Harmonie leben, ist genau das, was den Aufenthalt so besonders macht. Nur eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt, findet man plötzlich die märchenhafte Stille des unberührten Waldes oder sieht Tiere und Pilze, die man nie zuvor gesehen hat und genießt das Gefühl des Kribbelns von Tannennadeln und Marienkäfern auf der Haut.

Eine Reise wert
Ich kann Euch nur ans Herz legen, diesem faszinierenden Land, dieser zeitgeistlichen Stadt einen Besuch abzustatten. Ein Land voller Mythen und herzlichen, offenen und tolleranten Menschen. Ein Gefühl modernster Lebensqualität und großer Traditionsgebundenheit. Ein Traum.

Diese drei Bilder unterliegen der Creative Commons-Lizens
- Original source: originally posted to Flickr as Old and New in Estonia
- Original source: originally posted to picasa as Kevin
- Original source: originally posted to wikipedia as Robert Marschelewski


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Digitale und reale Welt verschmelzen! Ein QR-Code Shop in der U-Bahn.

Vor Kurzem schnappte ich eine mir völlig interessante Idee auf: In Seoul hat ein britischer Handelskonzern Fotos von Supermarktregalen in einen U-Bahnhof geklebt. Gekauft wird per Scannercode und Smartphone. Klingt verrückt, nicht wahr?

Während in den USA die sogannten QR-Codes schon weitestgehend wieder der Langeweile zum Opfer fallen, erfährt diese Technologie im asiatischen Raum gerade ihren Boom. Und in Deutschland begegnen uns diese bereits seit einiger Zeit im Bereich Mobile Ticketing von Deutsche Bahn, Lufthansa & Co. Reichlich Entwicklungspotenzial ist hier auf jeden Fall gegeben. Nun denn – Schauen wir uns einmal das südkoreanische Projekt genauer an:

Ein virtueller Markplatz in der U-Bahn
Südkorea sei das Land mit einer der am härtesten arbeitenden Bevölkerungen der Welt, erfährt man bei recherchen. Einkaufen sei für viele Südkoreaner purer Stress. Pendler, die in Seoul gerade auf ihre U-Bahn warten, können diese Zeit nun sinnvoll nutzen, um verschiedenste Produkte des alltäglichen Gebrauchs einzukaufen. Dafür wurden letztlich lebensgroße Fotos von Einkaufsregalen an den Wänden der U-Bahnhöfe angebracht. Diese sind fast identisch mit denen, wie sie Nutzer auch in jeder beliebigen Filiale vorfinden würden – ein kombiniertes Konzept aus Online-Shopping und mobilem Internet quasi.

Die Lieferung erfolgt direkt vor die Haustür
Der Einkauf funktioniert bequem per Smartphone. Die dort abgebildeten Waren sind mit QR-Codes versehen, die mithilfe des Smartphones abfotografiert werden. Gemüse, Fisch und andere Produkte werden so erfasst und im virtuellen Warenkorb abgelegt. Per App wird der gesamte Warenkorb schließlich an den Supermarktbetreiber übersandt, der die gewünschten Lebensmittel dann bis zum Abend ausliefert. Und das direkt vor die Haustür. Bezahlt wird ebenfalls via Mobile Payment mit dem Smartphone.

Ein beachtenswerter Erfolg
Laut Unternehmensangaben nehmen die Nutzer die neue Art des Einkaufens äußerst gut und gern an. Über 10.000 Verbraucher kauften bereits in den virtuellen Läden ein und die Verkäufe über den Online-Shop der Kette wuchsen somit um 130 Prozent. Ein enormes Wachstum, was meines Erachtens noch lange nicht seinen Zenit erreicht hat.

Die Idee hinter dem virtuellen Shop ist daher naheliegend: Den Einkaufsladen zu den Menschen bringen, ohne die Anzahl der Supermärkte zu erhöhen. Somit hat der am zweit härteste arbeitende Mensch der Welt deutlich mehr Zeit für die Ausgestaltung seiner Freizeit, oder eben ein paar mehr Stunden im Büro.

Mein Fazit
Ich bin überaus begeistert und dieses Projekt zeigt, wo die Reise hingehen könnte. Gewiss befindet sich dieses Thema hierzulande noch in weiter Ferne und auch die Akzeptanz von QR-Codes ist in Deutschland noch ausbaufähig, aber ich freue mich auf die Zukunft.

Ist das ein interessanter Blick in unsere digitale Zukunft oder ist das für Euch ein bisschen zuviel Digital Lifestyle? Und überhaupt, habt Ihr schon einmal selbst QR-Codes gescannt oder gar selbst verwendet? Hier ist ein tolles Online-Tool dazu: goqr.me


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BlackBerry PlayBook im BASE Blog Test: Was kann es, was hat es?

Das Jahr 2011 gilt gemeinhin als das Jahr der Tablet-PCs und somit bringt der kanadische BlackBerry-Hersteller RIM mit dem PlayBook genau zum richtigen Zeitpunkt sein erstes Tablet auf den Markt. Mit 7-Zoll-Multi-Touch-Display und äußerst leistungsstarker Hardware tritt es an gegen die starke Konkurrenz.

Stil und Rafinesse, wohin man schaut
Von vornherein überzeugt das klare Design: RIM verbaut auf der Vorderseite Glas und die Rückseite ist geprägt von einem gummiartigen Überzug, welche den Halt deutlich sicherer macht. Der hochauflösende Multi-Touchscreen mit Gestenunterstützung und einer Größe von 7-Zoll und 1024 x 600 Bildpunkten ist umhüllt von einem schwarzen Rahmen – Dieser ist ebenfalls berührungsempfindlich und somit clever in das Bedienkonzept integreiert.

Fazit: Äußerst cleveres Bedienkonzept. Größentechnisch sortiert sich das PlayBook genau zwischen Smartphones (3-4″) und Mini-Netbooks (ca. 10″) ein – macht also genau das, was man von einem Tablet-PC erwartet.

Hardwareausstattung und Multimedia
Im Inneren des PlayBooks arbeitet ein Dual-Core-Prezessor mit 1 GHz, welchem 1 GByte Arbeitsspeicher zur Seite steht- was selbst die Wiedergabe von HD-Inhalten mit 1080p ruckelfrei ermöglicht. Zum Speichern von Daten jedweder Art stehen dem Nutzer je nach Modell 16, 32 oder 64 GByte zur Verfügung. Jedes PlayBook verfügt über Bluetooth sowie Wi-Fi und GPS ist ebenfalls integriert. Die Akku-Laufzeit hat sich in meinem Test und intensiver Nutzung mit etwa sechs Stunden als völlig ausreichend erwiesen.

Größtes Manko von Apples iPad / iPad2 und vielen Android-Tablets ist die fehlende oder schwache Flash-Unterstützung im Browser. Das PlayBook bietet diese Schwäche nicht: Der Browser ist nicht nur extrem schnell, er kann neben Flash auch JavaSript ausführen, was das Surfen in ein stundenlang anhaltendes Vergnügen regelrecht ausufern lässt.

Office & Co.: Die BlackBerry Bridge
Die BlackBerry-Bridge verwandelt das PlayBook in einen Client, mit dem man bestimmte Funktionen seines BlackBerry Smartphones nutzen kann. Dazu gehören unter anderem E-Mail, Kontakte, BlackBerry Messenger, Aufgaben oder Notizen. Das Bridge-System bringt mehrere Vorteile: zum einen ist keinerlei Konfiguration vonnöten, um auf die E-Mails, Kontakte und weitere Daten auf dem Smartphone zugreifen zu können, zum Anderen sind die Daten nur zugänglich, sofern eine aktive Verbindung via Bluetooth zum jeweils autorisierten BlackBerry-Smartphone besteht.

Natürlich ist auch für die Office-Nutzer unter uns alles Notwendige bereits vorinstalliert: Sowohl Adobe Reader als auch die Premiumversionen von Word-, Sheet- und Slideshow to Go. Zudem unterstützt die Software den HDMI-Ausgang des PlayBooks.

Der größte Vorteil dieser Bridge ist zugleich auch ihr Nachteil: Ohne BlackBerry-Smartphone verliert das PlayBook zahlreiche Funktionen, schließlich ist kein weitere E-Mail-Client vorinstalliert. Zudem strapaziert die permanente Bluetooth-Verbindung die Akkus beider Geräte. Auch hier bleibt zu wünschen, dass RIM mit der nächsten Version sich mehr dem Consumer-Markt öffnet.

Mein Fazit
Das BlackBerry Playbook ist aus meiner Sicht ein absolutes Mutli-Media-Highlight. Es gibt fast nur Positives zu berichten – angefangen vom extrem hellen Display, der langen Akku-Laufzeit über das ruckelfreie Nutzen von HD-Filmen und Spielen wie z.B. Need for Speed Undercover. Es ist irrsinnig intuitiv zu bedienen und wenn nun auch noch das App-Angebot explizit für das PlayBook, welches zugegebenermaßen zurzeit noch recht mager ist, steigt, steht einer guten Zwei als Bewertung nichts mehr im Wege.


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